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BPM in Millisekunden umrechnen

Tempo eingeben, alle Delay- und LFO-Zeiten in einem Blick. Gerade, punktiert und triolisch — jeweils mit ms- und Hz-Wert.

Gültiger Bereich: 20-400 BPM

  • Ganze Note (1/1)

    Gerade
    Punktiert
    Triole
  • Halbe Note (1/2)

    Gerade
    Punktiert
    Triole
  • Viertel (1/4)

    Gerade
    Punktiert
    Triole
  • Achtel (1/8)

    Gerade
    Punktiert
    Triole
  • Sechzehntel (1/16)

    Gerade
    Punktiert
    Triole
  • Zweiunddreißigstel (1/32)

    Gerade
    Punktiert
    Triole

Tipp: Auf einen Wert tippen oder klicken, um ihn in die Zwischenablage zu kopieren.

BPM, Notenwerte und Delay-Zeiten — die Grundlagen

Wer in einer DAW mischt, stößt unweigerlich auf die Frage, wie sich das Tempo eines Songs in konkrete Zeiten in Millisekunden übersetzen lässt. Manche Plugins für Delay, Reverb-Pre-Delay, Tape-Echo oder LFO-Modulation arbeiten nicht mit Notenwerten, sondern mit Millisekunden oder Hertz — vor allem ältere Vintage-Emulationen, Hardware-Geräte, oder wenn ein bewusst freihändiges Setting jenseits der starren Sync-Werte gefragt ist. Damit das Echo eines Delays oder der Filter-Schwung eines LFOs sauber im Takt sitzt, muss das Tempo umgerechnet werden. Genau dafür ist dieser Rechner gedacht.

Die Grundformel

Eine Viertelnote in Millisekunden entspricht 60000 geteilt durch das Tempo in BPM. Bei 120 BPM dauert eine Viertelnote also genau 500 Millisekunden, bei 90 BPM rund 666,7 Millisekunden, bei 174 BPM (typisches Drum-and-Bass-Tempo) rund 345 Millisekunden. Aus dieser Viertel leiten sich alle anderen Notenwerte als Vielfache ab: Eine Ganze dauert vier Viertel, eine Halbe zwei Viertel, eine Achtel halb so lang wie eine Viertel, eine Sechzehntel ein Viertel davon, eine Zweiunddreißigstel die Hälfte einer Sechzehntel.

Punktierte Notenwerte und Triolen

Eine Punktierung verlängert den Standardwert um die Hälfte; der Faktor ist 1,5. Triolen spielen drei Noten in der Zeit von zwei Noten desselben Werts; die einzelne Triolen-Note dauert deshalb zwei Drittel der Standardlänge. Das punktierte Achtel-Delay ist im Mixing beliebt, weil es ein synkopisches Echo erzeugt. Triolen-Subdivisionen prägen Shuffle-, Boogie- und Swing-Grooves, in denen sich Delays mit Triolen-Verhältnis natürlich einfügen.

LFO-Raten in Hertz

Manche Plugins, vor allem ältere oder Vintage-Emulationen, bieten keinen Tempo-Sync für ihren LFO an und erwarten stattdessen eine Frequenz in Hertz. Die Umrechnung lautet: Hz = 1000 geteilt durch ms. Eine Viertel-LFO-Rate bei 120 BPM entspricht also 2 Hz. Der Hz-Wert beschreibt einen vollen LFO-Zyklus pro Notenwert: 2 Hz bei 120 BPM bedeutet einen kompletten Auf-Ab-Zyklus pro Viertelnote.

Praxis: Pre-Delay, Sidechain, Modulation

Klassische Pre-Delays in Reverbs liegen zwischen 10 und 80 Millisekunden. Bei mittleren Tempi entspricht das einer 32stel- oder 64stel-Note; bei schnellen Stücken kann auch eine 16tel passen. Längere Werte verlieren den Pre-Delay-Charakter und werden als eigenes Echo hörbar. Bei Sidechain-Release-Zeiten in House-Pump- oder Ducking-Anwendungen sorgt eine Achtel- oder Sechzehntel-Release-Zeit für eine atmende Mix-Dynamik im Takt. Slapback-Delays bilden die Ausnahme: Sie liegen zwischen 50 und 150 Millisekunden und sind tempo-unabhängig.

Was zeigt diese Tabelle anders?

Der Rechner zeigt alle drei Varianten — gerade, punktiert, triolisch — für sechs Notenwerte gleichzeitig in einer Übersicht und ergänzt jede Zelle um den passenden Hertz-Wert. Per Klick auf einen Wert wird dieser direkt in die Zwischenablage kopiert. Damit deckt er die gängigen Mix- und Sounddesign-Fälle ab, ohne dass jeder Notenwert einzeln ausgewählt werden muss.

Häufige Fragen

Wie rechne ich BPM in Millisekunden um?
Die Formel lautet: Viertelnote in ms = 60000 geteilt durch BPM. Bei 120 BPM ist eine Viertelnote also 500 ms lang, eine Achtelnote 250 ms und eine Sechzehntelnote 125 ms.
Was bedeuten punktierte und triolische Notenwerte?
Eine Punktierung verlängert den Notenwert um die Hälfte: ms_punktiert = ms × 1,5. Eine Triole spielt drei Noten in der Zeit von zwei Noten desselben Werts; die einzelne Triolen-Note dauert daher zwei Drittel der Standardlänge: ms_Triole = ms × 2 ÷ 3. Punktierte Achtel-Delays sind im Mixing besonders beliebt, weil sie ein synkopisches, treibendes Echo erzeugen.
Wie nutze ich die Hz-Werte für LFOs?
Wenn ein Plugin keinen Tempo-Sync anbietet, kann die LFO-Frequenz oft in Hertz gesetzt werden. Die Formel lautet: Hz = 1000 geteilt durch ms. Beispiel: 1000 geteilt durch 500 ms ergibt 2 Hz. Der Hz-Wert beschreibt einen vollen LFO-Zyklus pro Notenwert: 2 Hz bei 120 BPM bedeutet einen kompletten Auf-Ab-Zyklus pro Viertelnote.
Welche Anwendungsfälle gibt es im Mixing?
Typische Anwendungen sind tempo-synchrone Delays, Pre-Delays für Reverb, Sidechain-Release-Zeiten, Ducking-Reverb, manuelle LFO-Raten und Modulations-Plugins ohne Tempo-Sync. Slapback-Delays bilden eine Ausnahme — sie liegen klassisch zwischen 50 und 150 Millisekunden und folgen keiner Notenwert-Logik, sondern einer ästhetischen Tradition.
Warum sind manche Werte nicht exakt rund?
Bei vielen BPM-Werten entstehen Dezimalwerte. Der Rechner rundet ms- und Hz-Werte auf drei Nachkommastellen. Für übliche Plugin-Einstellungen ist diese Genauigkeit mehr als ausreichend.

Quellen

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